Etosha Nationalpark
Etosha zählt, neben der Serengeti in Tansania, zu den bekanntesten und eindrucksvollsten Schutzgebieten der Erde. Auf einer Fläche von mehr als 22.200 km² (etwas größer als das deutsche Bundesland Hessen) leben über 114 verschiedene Säugetierarten wie z.B. Elefanten, Löwen, Nashörner sowie zahlreiche Antilopen und mehr als 350 Vogelarten, 110 Reptilienarten und 16 Amphibienarten. Bereits 1907 wurde Etosha mit einer damaligen Größe von mehr als 100.000 km² als eines der ersten Schutzgebiete und dem größten der Erde gegründet. Etosha bedeutet "großer Weißer Platz" oder auch "Platz des trockenen Wassers" auf einer der namibischen Stammessprachen.
Wildzählung
Die Ergebnisse der letzten Wildzählung 2002 im Etosha Nationalpark ergaben die folgenden Zahlen. Dieses sind wissenschaftliche Schätzungen von Stichprobenzählungen (in Klammern die Hochrechnungen für 2008).
- Burchell's Zebra: 18.000 (25.000)
- Springbock: 18.000 (25.000)
- Gemsbock/Oryx: 6.600 (8.900)
- Streifengnu: 4.600 (9.000)
- Strauße: 3.200 (4.200)
- Giraffen: 3.000 (3.300)
- Elefanten: 2.400 (2.800)
- Eland: 1.600 (2.000)
- Hartebeest: 1.500 (1.600)
- Kudu: 1.000 (1.250)
- Hartmann's Zebra: 700 (800)
- Löwen: 300 (280)
- Geparden: 50 (80)
Anfahrt
Es gibt drei Eingänge zum Etosha-Nationalpark (Süden, Osten und Norden). Alle Tore sind durch Straßen in bestem Zustand mit der Landeshauptstadt Windhoek verbunden.
- Südlicher Eingang: Von Windhoek Richtung Norden auf der B1 bis Otjiwarongo. Von dort aus weiter auf der C38 über die kleine Ortschaft Outjo bis zum Anderson Gate (ca. 420 km von Windhoek). Hinter dem Tor sind es weitere 18 km bis zum Rastlager Okaukuejo.
- Östlicher Eingang: Windhoek auf der B1 bis ca. 75 km nach der Ortschaft Tsumeb eine Abzweigung nach Osten auf die C38 geht. Das Von Lindequist Tor ist weitere 24 km und Namutoni vom Tor 12 km.
- Nördlicher Eingang: Anfang 2003 eröffnet (King Nehale Gate). Durchfahrt bei Andoni.
Wissenswertes
- Der Park ist das ganze Jahr hindurch geöffnet
- Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h außerhalb der Rastlager
- Verboten sind u.a.: Offene Fahrzeuge, Krafträder, Luftbüchsen, Katapulte und unplombierte Schusswaffen; Stören der Tiere; Haustiere; Anhalter
- Etosha ist ca. zwischen Januar und März Malaria-Risikogebiet
- Es ist strengstens verboten außerhalb der drei Rastlager, der registrierten Toiletten und der ausgeschilderten Aussichtsplattformen das Fahrzeug zu verlassen sowie die für die Öffentlichkeit zugelassenen Straßen zu verlassen
- Sie müssen eines der Rastlager oder einen der drei Ausgänge vor Sonnenuntergang erreichen und dürfen erst nach Sonnenuntergang diese verlassen bzw. in den Park durch einen der Eingänge fahren
Tun & Sehen
- Wildbeobachtung
- Vogelbeobachtung
- Landschaft & Vegetation
- Photographieren & Filmen
Klima
Die durchschnittliche Höchsttemperatur beträgt in Okaukuejo, dem westlichsten der drei Rastlager, 31°C, während die durchschnittliche Minimaltemperatur bei 13,7°C liegt. November, Dezember und Januar sind die heißesten Monate mit Tagestemperaturen von mehr als 35°C. Am frühen Morgen und späten Abend ist es generell zwischen Mai und September kühl (bis 0°C). Die Tagestemperatur in den Wintermonaten beträgt ca. 20°C-30°C.
Okaukuejo hat einen durchschnittlichen jährlichen Niederschlag von 358mm, der zu 70% in den Monaten Januar bis März fällt.
Reisezeit
- Wildbeobachtungen am einfachsten zwischen Mai und Oktober; ganzjährig sieht man jedoch zahlreiches Wild
- Vogelbeobachtungen zwischen November und April
Unterkunft
Innerhalb des Etosha Nationalparks gibt es vier Rastlager/Lodges (Okaukuejo, Halali, Namutoni, Onkoshi) von Namibia Wildlife Resorts (NWR). Drei hiervon haben Campingplätze. Die Unterkünfte sind schön, der Service und das Essen zumeist durchschnittlich. Außerhalb des parks gibt es zahlreiche Alternativunterkünften die von Campingplätzen über Gästefarmen bishin zu luxuriösen Lodges reichen.Drei Rastlager (Namutoni, Halali, Okaukuejo) innerhalb des Nationalparks mit vollausgestatteten Bungalows, Zimmern und Campingplätzen. Diese wurden 2007 komplett renoviert, saniert und umgebaut. Ebenso die Restaurants und anderen Einrichtungen. Nur luxuriös und preislich gehobenes Niveau. Jedes der Camps hat eine nachts beleuchtete Wasserstelle, kleinen Shop, Schwimmbad, Tankstelle etc. Zudem wurde 2008 das sehr luxuriose (NWR-)Camp Onkoshi im Nordosten des Nationalparks eröffnet. Außerhalb des Nationalparks diverse Gästefarmen und Lodges auf privatem Farmland.
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