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Geographie

Namibia liegt im Südwesten des afrikanischen Kontinents, südlich und nördlich des Wendekreises des Steinbocks. Sobald man einen Blick auf die Karte des südlichen Afrikas wirft, fällt einem der Caprivi-Zipfel ins Auge. Es handelt sich dabei um einen 400 Kilometer langen und bis 150 km breiten Streifen der von der nordöstlichsten Ecke Namibias bis zum Sambezi-Fluß reicht. Mit einer Gesamtfläche von fast 825.000 km² nimmt Namibia zwar 2,7% der Landmasse Afrikas ein, gehört aber mit nur 2,1 Millionen Einwohnern (2009) zu den am dünnsten besiedelten Staaten der Erde. Namibia grenzt im Norden an Angola und Sambia, im Osten an Zimbabwe und Botswana sowie im Südosten und Süden an die Republik Südafrika. An der Ostspitze des Caprivi-Zipfels befindet sich das einzige Vierländereck der Erde (Sambia, Zimbabwe, Botswana und Namibia). Die westliche Grenze bildet auf einer Länge von etwa 1.500 km der Atlantische Ozean mit seiner lebens- und hafenfeindlichen Küste.

 

Naturräume in Namibia
Namibia gliedert sich in vier verschiedene landschaftliche Naturräume.

Es sind von Westen nach Osten die Wüste Namib, das Binnenplateau oder auch Hochplateau, die "Wüste" Kalahari und im äußersten Norden die (feucht-)tropischen Gebiete. Die Wüste Namib ist zwar nicht die größte oder trockenste Wüste der Erde, gilt aber als die älteste und zählt zu den wenigen "Nebelwüsten" der Erde. Mit einer Gesamtlänge von 1.800 km erstreckt sich die Namib, die übrigens der Namensgeber Namibias ist, vom südlichen Port Nolloth in Südafrika entlang der gesamten Küste Namibias bis in den Norden nach Mocamedes in Angola. Die eigentlich Namib-Wüste liegt in Namibia. Sie steigt bei einer Breite von 80 km bis 130 km auf eine maximale Höhe von 600 m fast bis zur Großen Randstufe an. Nördlich von Swakopmund handelt es sich um eine felsige Steinwüste, im Süden hingegen finden sich ausgedehnte Dünenlandschaften mit den höchsten Dünen der Erde (bis 400 Meter) bei Sossusvlei. Die Wüste wird im Osten von der Großen Randstufe (Escarpment) und dem anschließenden zentralen Hochland begrenzt. Die Randstufe ist deutlich zu erkennen, da sich das Land dort bis 2000 Meter erhebt. Hier befindet sich auch die höchste Erhebung Namibias, der 2.579 Meter hohe Königsstein im Brandbergmassiv. Viele ausgetrocknete und - wenn überhaupt - nur zur Regenzeit wasserführende Flüsse (Riviere) erstrecken sich vom zentralen Hochplateau waagerecht bis an die Küste. Durch den vor der Küste liegenden kalten Benguelastrom ist die Namib berühmt für die Nebelschwaden, welche diese zur einzigen richtigen "Nebelwüste" der Erde lassen werden. Bis zu 40 km ins Landesinnere ziehen sich große Nebelwände von der Küste her. Deshalb liegt der beliebteste Badeort Namibias, Swakopmund, auch mehr als 200 Tage im Jahr in dichtem Nebel gehüllt. Der größte Teil Namibias besteht jedoch aus dem zentralen Hochland. Es besteht zum größten Teil aus Strauchsavannen und nur in den Gebieten um den Etosha-Nationalpark aus Baumsavanne. Die durchschnittliche Höhe über dem Meer beträgt 1.700 Meter mit einer Nord-Süd-Ausdehnung von 1.400 km. Die höchsten Erhebungen des Binnenhochlandes liegen bei den Auas-Bergen in der Gegend von Windhoek. Der Moltke-Blick ist mit 2.483 Metern dort die höchste Erhebung. Im Osten Namibias an der Grenze nach Botswana liegt das Kalahari-Hochbecken oder auch Kalahari-Wüste genannt. Die Sandflächen die zumeist von einer dichten Baum- und Strauchsavanne bedeckt sind liegen etwa 1.200 Meter über Normal-Null. Es handelt sich bei diesem Gebiet nicht um eine Wüste im eigentlichen Sinne, die aber aufgrund der extremen Trockenheit häufig als solche bezeichnet wird. Im äußersten Norden Namibias, an der Grenze nach Angola und im Caprivistreifen, erstreckt sich ein etwa 1.000 Meter hohes Gebiet mit dichter Feuchtsavanne und Trockenwald.

 

 

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